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Entscheidungshilfe · Plattformen

Nativ, plattformübergreifend oder Web-App? Ehrlich eingeordnet.

Die richtige Plattform hängt von Ihrem Vorhaben ab, nicht von meiner Vorliebe. Hier steht, wann welcher Weg passt, was er kostet – und wo meine Erfahrung liegt und wo nicht.

  • Erfahrung nur, wo ein eigenes Projekt sie belegt
  • Entscheidung vor dem Backen
  • Begründung schriftlich

Drei Wege

Was jeder Weg kann und was er kostet.

Nativ

Swift und SwiftUI für iOS, Kotlin und Jetpack Compose für Android

Stärken

  • voller Zugriff auf Gerätefunktionen wie Kamera, Karten, Bluetooth und Hintergrundaufgaben
  • neue Systemfunktionen ab dem ersten Tag
  • Bedienung, wie Nutzer sie von ihrem Gerät kennen

Grenzen

  • zwei Plattformen bedeuten zwei Codebasen
  • dadurch mehr Aufwand, wenn beide Plattformen von Anfang an gebraucht werden

Passt, wenn Gerätefunktionen, Leistung oder eine lange Lebensdauer im Vordergrund stehen – oder wenn zunächst eine Plattform reicht.

Meine ErfahrungMeine Werkbank. RevierHege läuft nativ auf iOS und Android mit einem gemeinsamen Firebase-Backend, EmigrateIn nativ auf iOS, TreueBiss nativ auf Android.

Plattformübergreifend

Flutter, React Native oder Kotlin Multiplatform

Stärken

  • eine Codebasis, ganz oder teilweise, für iOS und Android
  • oft weniger Entwicklungsaufwand, wenn beide Plattformen gleichzeitig starten
  • Kotlin Multiplatform teilt die Geschäftslogik und lässt die Oberfläche nativ

Grenzen

  • eine zusätzliche Schicht zwischen App und System
  • Gerätefunktionen teils nur über Erweiterungen
  • neue Systemfunktionen erst, wenn das Framework sie unterstützt

Passt, wenn beide Plattformen von Anfang an nötig sind, die App vor allem aus Formularen, Listen und Inhalten besteht und das Budget eng ist.

Meine ErfahrungEin Referenzprojekt mit Flutter, React Native oder Kotlin Multiplatform habe ich noch nicht. Wenn Ihr Vorhaben dafür spricht, sage ich Ihnen das trotzdem – und wir klären vorab, wie wir damit umgehen.

Web-App

eine Anwendung im Browser, auf Wunsch als installierbare Progressive Web-App

Stärken

  • keine Installation und kein Store: ein Link oder QR-Code genügt
  • eine Codebasis für alle Geräte mit Browser
  • Aktualisierungen sind sofort bei allen Nutzern

Grenzen

  • eingeschränkter Zugriff auf Gerätefunktionen
  • keine Präsenz in App Store und Google Play
  • Push-Nachrichten auf dem iPhone nur, wenn die Web-App auf dem Home-Bildschirm liegt

Passt, wenn Nutzer nichts installieren sollen, etwa Kunden am Tresen, oder wenn Inhalte und Formulare im Mittelpunkt stehen.

Meine ErfahrungTreueBiss läuft als Web-App: die Stempelkarte beim Kunden, die Kasse und die Verwaltung des Betriebs, mit Supabase als Backend.

Vergleich

Die Wege nebeneinander.

Gerätefunktionen wie Kamera, Karten, Bluetooth

Nativ
voller Zugriff
Plattformübergreifend
meist über Erweiterungen
Web-App
eingeschränkt

iOS und Android aus einer Codebasis

Nativ
nein, zwei Codebasen
Plattformübergreifend
ja, ganz oder teilweise
Web-App
ja, alle Geräte mit Browser

Weg zum Nutzer

Nativ
App Store und Google Play
Plattformübergreifend
App Store und Google Play
Web-App
Link oder QR-Code, ohne Store

Neue Systemfunktionen

Nativ
ab dem ersten Tag
Plattformübergreifend
sobald das Framework sie unterstützt
Web-App
sobald der Browser sie unterstützt

Eigenes Referenzprojekt

Nativ
RevierHege, EmigrateIn, TreueBiss (Android)
Plattformübergreifend
noch keins
Web-App
TreueBiss

Hinter jeder App

Vom einfachen bis zum anspruchsvollen Backend.

Die meisten Apps brauchen mehr als eine Oberfläche: Anmeldung, Daten, Regeln, wer was sehen darf. Welches Backend passt, entscheide ich nach Datenmodell, Datenschutz und laufenden Kosten.

  • Firebase

    Anmeldung, Datenbank und Benachrichtigungen aus einer Hand. Bei RevierHege teilen sich iOS- und Android-App ein Backend mit Cloud Functions, EmigrateIn nutzt Anmeldung und Datenbank.

  • Supabase

    PostgreSQL mit Zugriffsregeln je Datensatz. Bei TreueBiss vergibt die Datenbank Stempel nur gegen einen Nachweis: den QR-Code auf dem Kassenbon oder, wenn der Betrieb ihn einschaltet, den Tresen-QR; Edge Functions prüfen die Signatur des Kassenbons und stellen Wallet-Pässe aus.

Kurz und konkret

Häufige Fragen zur Plattformwahl.

Und was ist mit hybriden Apps, die eine Webseite in eine App packen?
Für einfache Inhalte kann das reichen. Apple lehnt allerdings Apps ab, die nur eine Webseite verpacken und keinen eigenen Nutzen bieten. Ob sich der Weg lohnt, prüfe ich mit Ihnen, bevor Aufwand entsteht.
Kann man später wechseln?
Ja, aber es kostet. Ein Wechsel von einer Web-App zu einer nativen App bedeutet meist eine Neuentwicklung der Oberfläche; Backend und Daten lassen sich oft weiterverwenden. Deshalb lohnt es sich, die Entscheidung vorher zu begründen.
Welches Backend empfehlen Sie?
Das hängt vom Vorhaben ab. Firebase nutze ich bei RevierHege und EmigrateIn, Supabase mit PostgreSQL, Zugriffsregeln je Datensatz und Edge Functions bei TreueBiss. Für die Hochzeitstorte begründe ich die Wahl im Anforderungsworkshop.

Erstgespräch

Erzählen Sie mir von Ihrem Vorhaben

Im ersten Gespräch klären wir, was gebacken werden soll, was es kosten darf und ob ich der Richtige dafür bin. Kostenlos und ohne Verpflichtung.

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