Eine App beginnt bei mir nicht mit Code, sondern mit einem Gespräch. Dieser Beitrag zeigt die Schritte vom ersten Gespräch über einen klickbaren Prototyp und Tickets bis zum MVP – und was Sie in jedem Schritt davon haben.
Das erste Gespräch findet auf Ihrem Weg statt
Lange bevor eine Zeile Code entsteht, steht ein erstes Gespräch: im direkten Austausch, online oder vor Ort, oder über E-Mail, Slack oder einen anderen Weg, der Ihnen liegt. Das erste Gespräch ist kostenlos.
Drei Dinge, die ich im Gespräch herausfinden will
Ich stelle Fragen, deren Antworten mir drei Dinge liefern:
- Ihre Vorstellung. Ein möglichst klares Bild davon, was die App leisten soll.
- Ihr Fachgebiet. Ein Verständnis dafür, wie Ihr Alltag und Ihre Abläufe heute aussehen.
- Erste Anforderungen. Antworten, aus denen sich ableiten lässt, was die App können muss.
Dabei frage ich lieber, wie etwas heute läuft, als ob jemand eine App will. Auf die zweite Frage bekomme ich meist nur unverbindliche Antworten. Bei RevierHege habe ich über die Pilotgruppe andere Reviere zum Beispiel gefragt: Wie behalten Sie den Überblick über Ihre Futterstellen? Wo wird es im Alltag unübersichtlich?
Der klickbare Prototyp zeigt, was entsteht
Im Idealfall entsteht aus dem Gespräch zuerst ein klickbarer Prototyp, noch ohne Code und ohne Technik dahinter – als eigene Schautorte oder als erster Schritt im MVP. Sie klicken sich durch die App, als wäre sie fertig, und bekommen früh eine Vorstellung davon, wie sie sich anfühlt.
Wichtig ist mir dabei die Bedienung aus Sicht der Menschen, die die App später nutzen. Was dort nicht verständlich ist, lässt sich im Entwurf ändern, bevor es jemand programmiert hat.
Gelernt habe ich diese Reihenfolge in meiner Weiterbildung: Wireframes, Prototyp und Nutzertest kamen dort im ersten Block, das Programmieren erst danach.
Aus dem Prototyp werden Tickets
Erst wenn der Prototyp Ihren Vorstellungen entspricht, entstehen daraus Tickets mit Datenmodell, Rollen, Oberfläche und Backend. Ein Ticket beschreibt einen Schritt, den man prüfen kann.
Bei RevierHege stehen die Anforderungen als 125 Tickets in einem GitHub-Projekt, 116 davon mit Akzeptanzkriterien: festen Punkten, an denen sich prüfen lässt, ob ein Schritt fertig ist. Beim Formulieren half mir dort ChatGPT. Welche KI-Werkzeuge ich einsetze und wie ich ihre Fehler abfange, steht im Beitrag „Wie ich KI in der App-Entwicklung einsetze“.
Erst dann entsteht das MVP
Mit abgestimmtem Prototyp und fertigen Tickets beginnt die Entwicklung des MVP, der ersten nutzbaren Version Ihrer App. Beim Sauerteigbrot (MVP) sind das bis zu fünf Kernfunktionen mit Backend, getestet von einer Gruppe echter Nutzer.
Wie ein solcher Test mit echten Nutzern abläuft, zeigt der Praxisbericht auf dominikbaki.com.
Was Sie davon haben
- Sie sehen früh, was entsteht, und können eingreifen, bevor Code geschrieben ist.
- Missverständnisse zeigen sich im Entwurf statt in der fertigen App.
- Die Tickets machen nachvollziehbar, was entwickelt wird und wann ein Schritt fertig ist.
Fazit: Erst verstehen, dann entwerfen, dann backen
Am Anfang steht ein Gespräch auf dem Weg, der Ihnen liegt, mit Fragen zu Ihrer Vorstellung, Ihrem Fachgebiet und ersten Anforderungen. Im Idealfall folgt ein klickbarer Prototyp ohne Code, danach folgen Tickets und erst dann das MVP. So sehen Sie früh, was entsteht, und die Entwicklung stützt sich auf das, was wir gemeinsam abgestimmt haben.
Häufige Fragen zum Projektstart
Was kostet das erste Gespräch?
Nichts. Das erste Gespräch ist kostenlos.
Über welchen Weg können wir sprechen?
Im direkten Austausch, online oder vor Ort, oder über E-Mail, Slack oder einen anderen Weg, der Ihnen liegt.
Was ist ein klickbarer Prototyp?
Ein Entwurf der App, durch den Sie sich klicken können wie durch die fertige App, nur ohne Code und ohne Technik dahinter. Er zeigt Abläufe und Bedienung, bevor entwickelt wird.
Ist das dasselbe wie der PoC-Sprint?
Nein. Den klickbaren Prototyp gibt es als Schautorte: Er zeigt ohne Code, wie sich die App bedienen lässt. Das Probebacken (PoC-Sprint) beantwortet mit einem lauffähigen Prototyp, also mit Code, die eine Frage, an der ein Vorhaben hängt – ob es sich technisch umsetzen lässt oder ob erste Nutzer damit zurechtkommen.
Braucht jedes Projekt einen Prototyp?
Im Idealfall steht er am Anfang. Einzeln kostet er als Schautorte 1.600 Euro und wird voll angerechnet, wenn danach das MVP folgt; im MVP ist er ohnehin der erste Schritt. Ob er sich für Ihr Vorhaben lohnt, klären wir im ersten Gespräch.
Über den Autor
Dominik Baki ist Gründer von byte & Handwerk und entwickelt native Apps für iOS und Android, Web-Apps und die Backends dahinter. Er ist gelernter Bäcker und staatlich geprüfter biotechnologischer Assistent und arbeitete 17 Jahre in der regulierten pharmazeutischen und biotechnologischen Produktion, unter anderem bei AbbVie und AGC Biologics. Danach war er im Vertrieb tätig, bildete sich am Syntax Institut zur IT-Fachkraft für App-Entwicklung weiter und erwarb IHK-Zertifikate für iOS und Android (Originale auf Anfrage). Beruflicher Hintergrund und Qualifikationsnachweis →
Quellen und Aktualisierung
Grundlage dieses Beitrags
Der Beitrag beschreibt meine eigene Arbeitsweise. Die Beispiele stammen aus dem Projekt RevierHege – die Fragen aus dem Verlauf mit der Pilotgruppe, die Tickets aus dem GitHub-Projekt, Stand 26. September 2026.
Wireframes, Prototyp und Nutzertest waren der erste Block meiner Weiterbildung zur IT-Fachkraft für App-Entwicklung am Syntax Institut, noch vor dem Programmieren.
Zuletzt inhaltlich geprüft am 26. September 2026.
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